Chefa

Miss Platnum - Chefa

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Der Osten boomt. Wladimir Kaminers Russendisko, Shantels Ausflüge in die Bucovina, Boom-Pam oder die Balkan Beat Box erweisen sich als Publikumsmagneten. Wieso also nicht die Folklore des Donau-Delta mit urbaner Musik wie R`n`B und Soul kurzschließen?

Miss Platnum, Berlinerin mit rumänischen Wurzeln, versucht auf ihrem Album "Chefa" den Spagat zwischen HipHop-Beats, schmetternden Bläsern und schmachtenden Streichern. Doch allzu folkloristisch darf es nicht werden, das Urbane überwiegt, ein bisschen Exotismus muss genügen. Textlich bevorzugt Miss Platnum mal die ironische Brechnung gängiger Popklischees, mal nimmt sie ganz die Pose ein, die ihr Label für sie vorgesehen hat: Das lebenslustige Mädchen aus Rumänien.

In "Butter" und "Give Me The Food" feiert sie das (fette) Essen, als ob es all die dürren Klappergerüste in den Charts nie gegeben hätte: "Give Me The Food, If You love Me!" Jawohl! Das ist frisch und gut, während Stücke wie "Mercedes Benz" nur allzu bereitwillig HipHop-Klischees en miniature reproduzieren. Unterm Strich bleibt ein zwiespältiges Gefühl und die Hoffnung darauf, dass Miss Platnum bald wieder ein Album ohne auf exotisch getrimmtes Beiwerk einspielt. Andererseits hätte sie mit diesem Mix hier definitiv gute Chancen, den Eurovision Song Contest zu gewinnen. Und das meine ich verdammt ernst! (fs)

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