Für Immer

Für Immer

Mono & Nikitaman

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Vor zwei Jahren wurde ihr erstes Album "Das Spiel beginnt" beim Leserpoll der Riddim zum drittbesten nationalen Album gekürt. Jetzt steht das doppelt gemischte Doppel mit "Für immer" in den Startlöchern.

In der Zwischenzeit haben sich Mono und Nikitaman einen guten Ruf als energetischer Liveact erspielt. Mehr als 350 Auftritte liegen hinter dem Düsseldorfer und der Östereicherin. Um so enttäuschender ist es, wie lasch ihr Reggae-Dancehall-Sound aus den Boxen tropft. Von Energie und Power ist nichts zu spüren. Lustlos wirken die neuen Songs von M&N, uninspiriert, seelenlos. Flache Themen werden über auswechselbare Beats abwechselnd getoastet oder gesungen. Statt verschiedener Styles oder einer überraschenden Melodieführung plätschern die Songs gleichförmig vor sich hin. Ward 21, die auf "U.n.i.t.y." ein kurzes Gastpiel geben, haben sich von der Atmosphäre anstecken lassen und liefern wenig bis gar nichts fürs Geld. Vielleicht hätte man ihre Gage besser in einen externen Texter investiert oder einen Beatschmied der ersten Liga. Die hauptsächlich von House Of Riddim eingespielten Beats sehen im Vergleich mit denen aus Köln, Berlin oder Leipzig alt aus, von Kingston ganz zu schweigen. In dieser Verfassung wird nicht klar, wieso M&N einen so guten Ruf in der Szene genießen. "SOS bitte bitte rette uns vor diesem Müll" singt Nikitaman. Dafür ist es jetzt leider zu spät. (fs)

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