False Priest

False Priest

Of Montreal

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Mit "False Priest" erscheint erneut die wirre Mischung psychedelischer Stimmung, gepaart mit experimentierfreudigen Klängen und der Struktur von Pop. Auch die Thematik scheint bekannt im Kontext dieser Band. 2004 nannten Of Monteral das noch "Satanic Panic In The Attic". Heutzutage dann eben "False Priest".

Die Band um Sänger Kevin Barnes veröffentlicht im September ihr nunmehr zehntes Album. Nach den anfänglichen Lo-Fi Pop Werken geht es bei "False Priest" den kontinuierlich eigenständigen Weg weiter, den Of Montreal die letzten Jahre eingeschlagen haben, wenn auch wieder vermehrt organische Instrumente benutzt wurden. Der Einsatz von elektronischen Hilfsmitteln ist deutlich dem von Schlagzeug, Gitarren, Streichern und Piano gewichen. Leichter macht dieser Umstand es den Hörgängen allerdings nach wie vor nicht.

Das Treiben bei "False Priest" ist erneut so bunt wie auf einem Rummelplatz. Es gibt sehr Prince-lastigen Funk, leichten Rock, vermehrte R'n'B-Anleihen und Pop in rauen Mengen. Die Band wirkt überdreht, wie ein Kind nach zu viel Zuckerwatte, schwenkt zwischen den bunten Buden und Angeboten hin und her, dass einem schon mal ein wenig schwindelig werden kann. Prominente Unterstützung gibt es nicht nur durch den Produzenten Jon Brion (Kayne West, Fiona Apple). Bei einem Lied darf Beyoncés Schwester Solange Knowles aushelfen, Janelle Monáe ist gleich bei zwei Liedern mit ihrer Stimme vertreten und beide Sängerinnen harmonieren wunderbar zu Barnes Gesang. Wie erwartet:  eine abgedrehte Platte, voll mit Überraschungen und verwirrend im ersten Moment wie eh und je.

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