Satanic Panic in the Attic

Satanic Panic in the Attic

Of Montreal

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Hin und wieder mag man es kaum zugeben, doch im Grunde genommen ist man gerade deshalb auch oft erst besonders dankbar. Von “Of Montreal” hatte ich zuvor noch nie etwas gehört. Dabei ist es bereits das sechste Album der Band aus Athens, GA.

Mit diesem neuen Album, das auf den lustigen Namen “Satanic Panic In The Attic” hört, sind sie bei dem symphatischen Label Polyvinyl gelandet. Dort tummeln sich so Bands wie Mates Of State, Matt Pond PA oder Saturday Looks Good To Me. Ihr Debut für Polyvinyl ist eine quirlige, übermütige, gutgelaunte, aber strange Pop-Platte, die um einiges leichtläufiger ist, als so manches aus ihrem Backkatalog. Zwar fallen Kevin Barnes (der diese Platte diesmal fast im Alleingang eingespielt hat) immer noch wesentlich mehr Ideen als anderen ein, aber die übersprudelnde Ideenfülle wird hier doch klar in den Dienst der Songs gestellt und hauptsächlich dazu genutzt, die lieblichen Psych-Kleinode dezent mit Brit-Pop-, New-Wave- oder sogar Dance-Elementen zu verweben und/oder mit farbenfrohen Arrangements aufzupäppeln, anstatt – wie früher so oft – gleich 3 oder 4 Songfragmente oder zig Tempiwechsel in einen einzigen Song zu pressen. Diesmal also eine schnittigere, gebündeltere und auch etwas moderner klingende, auf jeden Fall aber enorm lebendige und pfiffige Of Montreal-Platte, die sich im Regal gut neben den Apples und den Lilys-Sachen macht. Es hat Spaß gemacht, sich ein wenig auf den Pfaden dieser Band umzuschauen. (tk)

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