Moonbootica - Future (Artwork)

Future

Moonbootica

TONSPION TIPP
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Bewährtes Konzept, neue Ansätze: Moonbootica präsentieren ein zweigeteiltes Album und machen damit einen großen Schritt in die richtige Richtung. In unserer Review lest ihr, weshalb das Moonbootica-Rezept auch auf "Future" weiterhin so gut funktioniert. 

Download & Stream: 

Video: Moonbootica - Lost & Found (feat. BONDI)

4 Jahre lang mussten Fans von KoweSix und Tobitob, ebenfalls Mitglied von Fünf Sterne Deluxe, alias Moonbootica auf den Nachfolger von "Shine" warten. Nun ist es endlich soweit: Mit "Future" erscheint das fünfte Studioalbum des Duos und steht damit vor der Aufgabe, sich mit Club-Hits wie "These Days Are Gone" und "Iconic" zu messen. Der Sound der beiden Hamburger ist seit jeher dreckig und kommt oft mit einer erfrischenden "Auf die Fresse"-Attitüde daher. 

Aus ihrem bewährten Erfolgsrezept machen die beiden auch auf diesem Album kein großes Geheimnis: Aktuelle Trends aus Techno, House, EDM und Pop ausloten und diese im ganz eigenen "Moonbootica-Gewand" verpacken. Klingt einfach, ist es aber nicht zwingend. Zwar mag manch ein Hörer in Angst verfallen, sobald man davon spricht, dass Moonbootica in gewisser Weise "erwachsener" geworden sind, doch genau das ist auf "Future" passiert. 

Zwar hört man weiterhin an allen Ecken und Enden die gewohnten Elemente, dennoch fühlt sich "Future" insgesamt durchdachter, stimmiger und wie eine deutliche Weiterentwicklung zu den Vorgängern an.

Video: Moonbootica - Do Not Do Me (Like Dis) (feat. Nneka)

Mitverantwortlich hierfür dürfte die deutliche Zweiteilung des Albums sein. So bewegen sich neben den Singles auch die anderen Songs auf der ersten Hälfte des Albums in eine stellenweise sehr poppige Richtung und sorgen nicht zuletzt durch Gäste wie Jack Beauregard oder Bondi für einige Momente, die sich zwar bewusst von der breiten EDM-Masse absetzen, dieser in Sachen Radiotauglichkeit aber in Nichts nachstehen.

Ab dem Song "How I Feel" werden jedoch deutlich andere Saiten aufgezogen. Eventuelle Radiotauglichkeit, Featuregäste und Zugänglichkeit müssen weichen, stattdessen treten verkopftere Rhythmiken, clubtauglichere Beat-Strukturen, drückende Bässe und Vocal-Samples in den Vordergrund. Stellenweise fühlen sich die letzten Tracks wie der böse Bruder des zuvor gehörten an. 

Auf den ersten Blick mag eine solch schlichte Zweiteilung wie der einfachste Weg wirken, gleichermaßen Radio-Singles zu veröffentlichen und dennoch das Club-Publikum abzuholen. Wer sich länger mit dem Schaffen von Moonbootcia auseinandergesetzt hat, wird jedoch schnell merken, dass das Duo seit jeher in diesem Spagat festsitzt und sich darin aber oftmals pudelwohl fühlt.

"Future" mag zwar nicht den Sound der Zukunft präsentieren, aber dafür lässt sich in der Gegenwart bestens dazu tanzen.

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