Geteiltes Leid II

Geteiltes Leid II

Moses Pelham

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Rap und Größenwahn waren schon immer gute Kumpels und Moses P aus F nie weit, wenn es darum ging, sich aufzublasen und den nächsten Diss zu kicken. Wie passend, dass Pelham jetzt die vielleicht "längste Single der Welt" veröffentlicht.

Jedenfalls ist es Pelham ein echtes Anliegen, allen mitzuteilen, dass er zu Gott gefunden hat. Damit jeder diese Message kapiert, gibt es vom Titeltrack eben mehr als ein Dutzend verschiedene Versionen und mit "In Sallah" ein bisher unveröffentlichtes Stück mit seinem neuen Xavier Naidoo Sebastian Hämer. Pelham ist ein Getriebener. Selbst nach unzähligen goldenen Schallplatten, trotz großer Erfolge mit dem Rödelheim Hartreim Projekt, Schwester Sabrina Setlur, Xavier Naidoo und Glashaus scheint er seinen Kritikern beweisen zu wollen, dass er mehr ist als nur ein Junge aus Rödelheim. Wie verletzlich der bullige Rapper aus Rödelheim tatsächlich ist, hat er nicht nur in der tätlichen Auseinandersetzung mit Stefan Raab gezeigt. Er beweist es auch jedes Mal aufs Neue in seinen Texten, in denen er sich schonungslos offenbart. Härte entsteht in seinen Songs durch den Text, die harten Beats haben andere. Somit ist es nur konsequent, das "Gott liebt mich" beinahe vollständig auf sie verzichtet und die HipHop-Welt wieder einmal scheiden wird. (fs)

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