Crooks & Lovers

Mount Kimbie - Crooks & Lovers

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Zwei Maxis haben dafür ausgereicht, dass im Netz bei der Nennung von Mount Kimbie stets ein wenig Ehrfurcht mitschwingt. Die dürfte mit der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Crooks & Lovers“ größer werden, besetzt es doch ziemlich selbstbewusst die Lücke zwischen Burial, Boards Of Canada und Madlib.

„Crooks & Lovers“ - Gauner und Liebende, das passt gut zu der Art, wie Dominic Maker und Kai Campos mit Einflüssen umgehen und aus ihnen etwas Einzigartiges destillieren. Maker und Campos zeigen, wie nahe sich inzwischen, geographisch und musikalisch fein säuberlich aufgeteilt gewähnte Genres gekommen sind. Das Internet lässt Musik eben sehr viel schneller zirkulieren und sorgt dafür, dass sich Szenen nicht mehr ausschließlich an einem Ort bilden (müssen).

So hätte Mount Kimbies Debütalbum genau so gut auf Brainfeeder, das Label von Flying Lotus, wie auf Stones Throw erscheinen können; es hätte sich in der Nachbarschaft von Burial auf Hyperdub wohlgefühlt und bei Boards Of Canada und Warp. Wie man es wendet, es bleibt der verzweifelte Versuch, die unfassbare, ja geisterhafte Musik von Mount Kimbie einzuordnen. Besser man lehnt sich zurück und genießt jede Sekunde dieses Trips. Viele Alben dieser Qualität wird es 2010 nicht zu hören geben.

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