Dimensional People

Dimensional People

Mouse On Mars

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Sie kommen aus Düsseldorf und machen Musik mit Schallrobotern: Fans der elektronischen Experimente und Kraftwerk-Kenner wissen, dass hier nur die Rede von den Krautrock-Electro-Klangwizzards Mouse On Mars sein kann.

Experimentell und mit leisen Bläserklängen verwoben: So beginnt das neue Album des deutschen Duos aus Düsseldorf, das das schwere Erbe der elektronischen Musik aus Deutschland damit mit Leichtigkeit fortspinnt. „Dimensional People Part I“ bis „Dimensional People Part III“ nennen sie die ersten drei Tracks, die zwischen Frickel-Sound und Free-Jazz schweben.

Doch nach diesem hypnotischen Anfang folgt ein kleiner dreckiger Hip-Hop-Track namens „Foul Mouth mit lässigen und loopenden Beats und das Album öffnet sich dem Tanzbaren und Poppigen.

Video: Making Of “Foul Mouth”

Mouse on Mars kollabieren aber nicht nur gerne mit midi-gesteuerten Robotern, sondern auch mit lebendigen Musikern wie in der Vergangenheit mit dem 2018 verstorbenen The Fall-Sänger Mark E. Smith, der nicht gerade dafür bekannt war, andere Musiker gut zu finden. Auf diesem Album sind nun Justin Vernon von Bon Iver, Zach Condon von Beirut oder Bryce Dessner von The National dabei, um die verspielten Tracks voller Glitch, Krautrock und Ambient mit noch einigen anderen überraschender Zutaten wie Balkan-Folk oder Karibik-Soul zu würzen.

Das avantgardistische Klangerlebnis schreit geradezu danach in einer Installation begreifbar gemacht zu werden und genau so eine wird es bald auch geben, um die Räumlichkeit des Albums immersiv erlebbar zu machen: Mouse On Mars funktionieren eben sowohl im Club als auch im Museum.

Live:

27.04.2018 Berlin, ://about blank

24.08.2018 Hamburg, Elbphilharmonie

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