Lambs Anger

Lambs Anger

Mr. Oizo

Redaktionswertung: 
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Noch lange vor dem Label Ed Banger hatte ein Produzent und DJ genau diesen Sound für sich entdeckt. Eine Dekade später beschwört er immer noch die Geister, die er selbst gerufen hat.

Quentin Dupieux aka Mr Oizo veröffentliche 1997 seine erste EP. Zwei Jahre später gelang ihm bereits der kommerzielle Durchbruch, als eine namhafte Jeansmarke einen seiner Tracks für eine TV-Kampagne auserkor. Von Anfang an konzentrierte sich Oizo - der dem Umfeld von Daft Punkt zuzuordnen ist - auf mehr oder minder brachialen Electro. Loops, Sampling und Beats schraubt er schon zusammen lange bevor die Kids "New Rave" in grellen Neon-Farben auf ihre T-Shirts drucken konnten.

Aber Oizo nur auf plumpen Haudrauf-Sound zu reduzieren, wäre ein Fauxpas. Denn er remixte nicht nur bereits Air und arbeite u.a. mit Sébastien Tellier für einen Soundtrack zusammen, sondern auch auf seinem aktuellen mittlerweile vierten Album zeigt sich seine Vielseitigkeit. Zwar gibt es darauf Nervtöter wie das verlinkte und ziemlich kopfschmerzende "Bruce Willis Is Dead"; doch auf Stücken wie dem groovenden "Jo" oder dem funky "Cut Dick" zeigt sich Dupieux von seiner wahren Seite: nämlich der eines innovativen Soundtüftlers - der übrigens zugleich auch noch Filmemacher ist.

Jan Schimmang / tonspion.de

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