Ninja Tuna

Ninja Tuna

Mr. Scruff

Redaktionswertung: 
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ordentlich
gut
sehr gut

Mr. Scruff, Ninja Tune-Künstler der ersten Stunde, hat wieder die Sampler angeschmissen. "Ninja Tuna" heißt sein fünftes Album, auf dem er seine Beatscience der lässigen Sorte betreibt.

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1999 hat Andy Carthy alias Mr. Scruff sein erstes Album für das von Ninja Tune aufgenommen. Knapp zehn Jahre sind seitdem vergangen, in denen Carthy unbeirrt an seiner Form der Beatscience gefeilt und die spielerische und manchmal etwas alberne Seite von Ninja Tune repräsentiert hat. "Donkey Ride" hört sich an, wie ein Scherz unter kleinen Jungs, die sich gegenseitig in die Seite boxen, und ist dabei doch so erwachsen laid-back, dass man diese Einschätzung schnell wieder über den Haufen wirft.

"Erwachsen", eigentlich das Todesurteil für Popmusik, passt als Attribut zu Mr. Scruffs neustem Output auf den zweiten Blick sowieso besser als die Kindermetapher. Denn so staunend-neugierig Mr. Scruffs-Tracks sich gerne geben, sie sind immer so sophisticated, dass vor allem Leute jenseits der 30 zuhören. Mich ausgeschlossen. Jazzige Beats für den Fünf-Uhr-Tee, statt Brecher fürs Fünf-Uhr-Morgens-Durchdrehen. Nett, aber nicht so zwingend wie seine Mixtapes, die Scruff zum Album-Release im Netz gestreut hat.

Florian Schneider / Tonspion.de

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