Steady Fremdkörper

Steady Fremdkörper

Muff Potter

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

The Cure ist eine tolle Band. So toll, dass jede zweite Band sich bereits ihrer angenommen hat, um einen ihrer vielen Klassiker durch den eigenen Fleischwolf zu drehen. Oft kam Mist heraus – hier ein Versuch von Muff Potter.

Im Zuge der Aufnahmen ihres neuen Studioalbums haben sich Muff Potter dem alten The Cure-Knaller „Jumping Someone Else´s Train“ in ihrer altpunkig-sympathischen Art angenommen. Auch wenn ihre Coverversion eher unter die Rubrik „ganz nett“ fällt, ist ihr neues Album doch ein wahrlich gutes Werk geworden. Kurzweilig, kraftvoll und auf Melodie konzentriert haben die Münsteraner respektive Berliner einen eingängigen Nachfolger zu „Von Wegen“ geschmiedet. Hier und da hört man Hamburger Schule- und Pop-Bands Pate stehen, während an anderen Ecken und Enden dann alte Punk- und Hardcore-Wurzeln nach wie vor hervorstechen.

So ist den seit Jahren fleißigst Tourenden eine ausgewogene Mischung auf ihrem nunmehr sechsten Studioalbum gelungen. Und ehrlich gesagt: wer hätte das gedacht, nachdem man nun in den Majorgefilden herumstiefelt und die Geldgeber naturgemäß gern reinreden. Aber Muff Potter scheinen sich für diese und ihre Strukturen herzlich wenig zu interessieren. Und das ist gut so. Genauso gut, wie die von ihnen gewählte Devise: Lieber einem guten Album eine ganz nette Coverversion hinterherschieben, als der von anderen Bands oftmals abgelieferten umgekehrten Variante zu folgen. (bb)

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