Chanson 3000

Chanson 3000

Munk

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Nicht erst seit Daft Punk ist Disco wieder in den Clubs angekommen. Nicht zuletzt dank der unermüdlichen Arbeit von Munk und seinem Label Gomma Records. Den Status Quo von Disco kann man auf seinem neuen Album "Chanson 3000" hören. 

Disco war in den frühen 70er Jahren die Ursuppe der heutigen Clubmusik. Deshalb ist das Genre, das von Innovatoren wie Giorgio Morodern oder Nile Rodgers Mitte der 70er vom Underground der schwulen Clubs in den Mainstream überführt wurde, auch noch heute für viele DJs und Musiker so spannend.

Zum ersten Mal in der Musikgeschichte traten die Tanzbarkeit und elektronische Instrumente in den Vordergrund. Die sparsamen Songtexte drehten sich nur noch ums Feiern, Musik oder Sex und so kann man dem Genre vorwerfen, die absolute Oberflächlichkeit in die Musik gebracht zu haben. Da ist sicher auch etwas dran, aber genau diese glitzernde Oberflächlichkeit erlaubt es dem Hörer, sich in die körperliche Erfahrung fallen zu lassen und sich nicht durch schwere Botschaften oder komplexe Songstrukturen vom eigentlichen Zweck ablenken zu lassen: Tanzen! Extase!

Mathias "Munk" Modica zelebriert seit 15 Jahren mit seinem Label Gomma den Discosound und es ist wohl auch kein Zufall, dass er aus der Disco-Metropole München stammt, wo schon Donna Summer ihre Karriere als Discoqueen startete und von dort aus die elektronische Tanzmusik in die Welt exportierte und zum neuen heißen Ding machte.

Auf seinem neuen Album "Chanson 3000" bedient sich Munk nicht nur aus der Soundfundgrube von Disco und House, sondern serviert uns seine Weiterentwicklung des Genres und zeigt damit, warum das Phänomen Disco so zeitlos frisch ist und keine Nostalgieveranstaltung.

Munk "Chanson 3000" ist bereits erschienen.

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