The 2nd Law

Muse - The 2nd Law

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Mit „The 2nd Law“ setzen die Avantgarde-Rocker von Muse ihrem bisherigen Schaffen die Opulenz-Krone auf. Dabei stehen dem Trio Freddie Mercury, Nero und Skrillex treu zur Seite.

Wer dachte, dass im Hause Muse nach „The Resistance“ in punkto Opulenz und Theatralik das Ende der Fahnenstange erreicht wurde, der wird mit dem Nachfolger „The 2nd Law“ eines Besseren belehrt. Episch und flächendeckend türmen sich auf „The 2nd Law“ massenhaft Synthiespuren, Bass-lastige Beats und skurrile Dubstep-Klänge zu einem dennoch in sich stimmigen Ganzen zusammen.

Permanent schwebt der Geist von Freddie Mercury umher, wenn  Songs wie „Madness“ oder die Olympia-Hymne „Survival“ mit sphärischen Hall-Spielereien und Out Of Space-Arrangements den Bombast-Thron erklimmen. Zwar  verirren sich Muse hier und da („Follow Me“, „The 2nd Law: Unsustainable“, „The 2nd Law: Isolated System“) im schier endlosen Knöpfe- und Regler-Universum und driften dabei ins gehaltlose Nirgendwo ab, doch begeben sie sich mit grandiosem Art-Pop („Animals“) oder groovig Tanzbarem („Big Freeze“) schnell wieder auf sichere Pfade.

„Diese Platte ist das Beste, was wir je produziert haben“, so Drummer Dominic Howard. Der oberste Platz auf dem Drama-Treppchen ist dem Trio jedenfalls sicher. Bei Freunden der härteren Gangart dürfte sich hingegen eher Ernüchterung breitmachen, denn bis auf vereinzelte Distortion-Einschübe zu Beginn des Albums und „Liquid Stade“, einem von insgesamt zwei Wolstenholme-Beiträgen auf „The 2nd Law“, bleibt der Rock-Gehalt eher überschaubar: „Das neue Material hat viele extreme Momente. Wir versuchen immer Songs zu schreiben, die auf dem Album zuvor nicht funktioniert hätten“, berichtet der Muse-Bassist. Zwei Sätze, denen nichts mehr hinzuzufügen ist.

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