Cold Cream 12"

Cold Cream 12"

Namosh

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Und wieder ein unberechenbarer Elektro-Entertainer aus Berlin. Bevor solche Meldungen inflationär werden, sollten die Lorbeeren schnell vergeben werden. Namosh schickt sich an dabei zu sein. Und schlechte Karten hat er nicht.

Namosh, mit spanischen Wurzeln im Familienstammbaum, ist bereits seit seiner frühen Jugend in vielerlei Hinsichten als Musiker aktiv. Erst in den letzten Jahren hat sich zunehmend ein Namosh-Sound herauskristallisiert, der über Berliner Clubs hinaus auch in anderen europäischen Städten für Fuore sorgte. Mitreißend und überaus vital löst er die Grenzen zwischen Publikum und Bühne auf, was seine Live-Performances zum Ereignis macht, ob man die Musik mag oder nicht. Seine Stücke sind ungeschliffene Elektro-Stomper, die durch Namoshs Gesang sogar zu einem gewissen Blues-Charme gelangen. Vor einigen Jahren hätte man dazu wohl auch Elektro-Clash gesagt, heute könnte man sich, ohne Plakettenschwindel zu betreiben, auf Stakkato-Elektro mit gereiften Entertainer-Qualitäten einigen. Und das im zarten Alter von Anfang zwanzig. Nach zwei EPs auf Pale Music, wird der nicht mehr ganz tauffrische Song „Cold Cream“ nochmals von Bungalow Records als Remix-12“ neu fokussiert. Ein Album ist für dieses Jahr in Planung. (jw)

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