Moccatongue

Moccatongue

Namosh

Redaktionswertung: 
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sehr gut

Im Q Magazine bezeichnete Björk "Cold Cream" von Namosh als ihren Lieblingssong 2005. Nun kommt das Debütalbum des gebauchpinselten Berliner Electrofunk-Entertainers auf den Markt.

Es gibt nicht viele Künstler, die alleine auf der Bühne, nur bewaffnet mit einem Laptop, überzeugende Live-Performances hinlegen können. Namosh gehört zu diesen seltenen Ausnahmen. Für seine Musik gibt er im wahrsten Sinne sein letztes Hemd und riskiert auch schon mal ernsthafte Verletzungen. Seine Bühnenpräsenz kann man auf einer Platte natürlich nur erahnen. Dennoch ist sein Debütalbum mehr als bemerkenswert. Zum ersten Mal in Erscheinung getreten ist der 24 jährige Musiker in Berliner Clubs schon vor über drei Jahren. Seitdem eilt ihm der Ruf als männliches Pendant von Peaches voraus und bringt es inzwischen auf fast 100 Auftritte pro Jahr - ohne bisher ein einziges Album veröffentlicht zu haben. Aber in der Zeit hat er in Ruhe an seinen Songs gefeilt und sie weitgehend in Eigenregie eingespielt. Das ist nicht durchgängig hitverdächtig, zeigt aber immer wieder, dass Namosh weitaus mehr ist, als nur ein Electroclash-Clown. Vor allem "Cold Cream", "The Pulse" (im Duett mit Kollege Snax) oder das hier vorgestellte "Action & Words" zeigen das große Talent des Exzentrikers. Vergleiche mit einem frühen Prince oder Bowie sind sicher etwas weit hergeholt, aber immerhin haben wir es hier mit einem ähnlich konsequenten und eigensinnigen Künstler zu tun, der sich nicht davor scheut, zu polarisieren. "Moccatongue" ist soeben auf Bungalow erschienen. Weitere Songs gibt`s im Tonspion. Watch out for live dates! (ur)

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