Distant Relatives

Distant Relatives

Nas & Damian Marley

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Nas und Damian Marley erklären sich zu „Distant Relatives“ und plündern die Musikgeschichte Afrikas für ein Erfolg versprechendes Hip-Hop-Reggae-Crossover. Das Ergebnis bleibt leider hinter den Erwartungen zurück.

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„Distant Relatives“ ist nicht die erste Zusammenarbeit zwischen dem verschlampten Genie Nas und Bob Marley-Filius Damian Marley, der in Anlehnung an seinen Vater „Junior Gong“ genannt wird. Bei „Road To Zion“ auf Marleys inzwischen fünf Jahre altem, großartigem Album „Welcome To Jamrock“ kreuzten die beiden erstmals die Klingen.

Die Engführung von Reggae und Hip-Hop fasziniert die karibische Insel und ihre Stars schon länger, erste Versuche unternahmen u.a. Bounty Killer oder Shabba Ranks, mit unterschiedlichem Erfolg. Musikalisch ist „Distant Relatives“die bisher schlüssigste Annäherung zwischen Rap und Reggae, offenbart aber die gleichen Schwächen wie seine Vorgänger: Beim Wechsel zwischen Marleys Patois und den Raps von Nas entsteht oft ein Bruch.

Die einzelnen Parts des jamaikanischen DJ und des US-amerikanischen MC wirken selten so, als wären sie wirklich gemeinsam entstanden. Zu klar sind die Einflussbereiche abgegrenzt, übernimmt Marleys flexiblere Stimme die Führung, während sich Nas auf ein paar markante Lines beschränkt. Dabei ist ihr Ansatz, gemeinsame Wurzeln im musikalischen Erbe Afrikas zu suchen, und ungeniert von Mulatu Astatke oder Amadou & Mariam zu sampeln, der reifste in der bisherigen Rap-Reggae-Annäherung. Die Rechnung best of both worlds zu einem Ganzen zusammen zu führen, geht aber auch mit den „Distant Relatives“ Nas und Damian Marley nicht komplett auf.

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