Frozen Souls

Frozen Souls

Navel

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Zu gut für die Rockopis der Smashing Pumpkins, dicke Party-Buddys von Queens Of The Stone Age und die das absolute Gegenteil von Nirvana – alles Promogewäsch. Navel sind eigentlich nur eines: erdig.

Und sie sind jung. Jedes der Mitglieder dieses Trios aus dem kleinen Örtchen Erschwil (Nähe Basel) hat gerade mal die Zwanzig geknackt. Diesen Umstand meint man Navels Spielelan und der damit verbundenen Freude auch entnehmen zu können. Frech, kraftvoll, rotzig und punkig punktiert klingt das Debütalbum „Frozen Souls“.

Evelyne, Steve und Jari haben die dreizehn Songs innerhalb einer Woche im wahrsten Sinne des Wortes reingeprügelt. Das ist beachtlich und kann eine Band nur, wenn sie sich auf unzähligen Punkrock-Bühnen bereits den Allerwertesten abgespielt hat. Denn touren trainiert und sorgt für einen gewissen Spirit, den es im Studio einzufangen gilt. Nach knapp 150 Konzerten gehören bei Navel der Live-Spirit, eine knackige Kernigkeit und gewisse Erdigkeit schon längst zum Inventar. Das hört und mag man.

Produziert hat das gesamte Album Sänger, Gitarrist und Rädelsführer Jari Altermatt, der sich jegliche Nirvana- respektive Cobain-Vergleiche verbittet. Aber da hilft kein Jammern und kein Gröhlen: Nirvana is always on the listeners mind! Das kann doch auch eine ganz gute Promo sein, selbst wenn die Bezeichnung Earthrock nicht minder schlecht zu Navel passt. Und wenn diese Erdigkeit der neue Grunge ist, dann stimmt doch alles wieder.

Björn Bauermeister | Tonspion.de

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