Gift Of The Gab

Gift Of The Gab

Neonman

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Beim Label Pale Music wohnen Electro und Rock schon seit langem unter einem Dach und feiern sich selbst. Beispielsweise anlässlich des Albumdebüts von Neonman.

Als ein junger Gitarrist Ende der 80er Jahre seinen musikalischen Horizont erweitern wollte, beschloss er, sich dem HipHop zuzuwenden, um sich einige Zeit später dann doch lieber auf Housmusic zu konzentrieren. Einige Veröffentlichungen später traf er in Berlin einen Techno-DJ, der sich in der Londoner Szene bereits einen Namen gemacht hatte. Beide beschlossen, die unterschiedliche musikalische Sozialisation in einem Projekt zu vereinen. Der Gitarrist von damals heißt Bastian Asdonk, der DJ aus London ist Ben Osdorn. Seit rund sechs Jahren fungieren sie unter dem Namen Neonman und haben nach einigen kleineren Releases nun – endlich – auf Pale Music mit einem Album debütiert. Darauf kombinieren sie, wie könnte es anders sein, Rockriffs und elektronische Einflüsse. Also ein bekanntes Schema und ein bewährtes Konzept. Allerdings perfekt umgesetzt. Oder wie es der Presseschrieb sinngemäß charmant formuliert: die Euphorie der Dancemusic wird hier mit den Emotionen des Rock´n´Roll gepaart. Dabei sind es insbesondere auch die schnodderigen Vocals zwischen Selbstironie und –überschätzung, die dieses Album auszeichnen, das zudem noch mit geladenen Gästen aufwarten kann; u.a. lieferten Warren Suicide und The Scandals Remixe als Bonustracks. Auf der Website von Neonman wird der MP3-Player reichhaltig bedient: Neben den Titeltracks aller vier vorausgegangenen Vinyl-Veröffentlichungen und den zwei Tracks des Albumdebüts wird noch ein weiterer exklusiver Remix kostenlos zur Verfügung gestellt. Und als wenn dies nicht genug wäre, gibt es noch ein rund 80 minütiges MP3-Mixtape obendrauf. (js)

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