Nick Cave & The Bad Seeds – Distant Sky EP

Nick Cave & The Bad Seeds - Distant Sky EP

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Songs wie flehentlich-verzweifelte Gebete, ein Konzert wie eine manische Messe: Die "Distant Sky EP" lässt erahnen, wie bewegend und entfesselnd Live-Konzerte von St. Nick Cave sind.

Das als triumphal wahrgenommene Konzert in Kopenhagen im Herbst 2017 wurde bereits als Film veröffentlicht, nun erscheint mit dieser EP ein Destillat des Live-Erlebnisses mit vier quasi epischen Songs. Den Anfang macht "Jubilee Street", man hört ein jubilierendes Publikum und einen Nick Cave, der wie ein Gospel-Star eine Messe vor seinen Fans abhält.

Trailer: "Distant Sky"

Berührend ist das orchestral untermalte Duett mit der dänischen Sängerin Else Torp, deren klare Stimme sich mit dem gramgebeugten Bariton Caves abwechselt: Zur Live-Besetzung dieses gefeierten Abends gehören neben Cave selbst, der auch immer wieder Piano spielte, Warren Ellis (piano, keyboards, violin, tenor guitar), Martyn Casey (bass), Thomas Wydler (drums), Jim Sclavunos (vibraphone, percussion, piano), George Vjestica (guitar) und Larry Mullins (keyboards, piano), die allesamt eine intensive und intime Atmosphäre regelrecht zelebrieren.

Die letzten beiden Songs der EP sind der grimmige Cave-Klassiker "Mercy Seat" sowie eine fast manische neun Minuten lange Version von "From Her To Eternity". Das einzige Manko an der EP bleibt, dass sie eben nur eine EP ist, man hätte sich gewünscht, dass das ganze Konzert als Live-Album veröffentlicht wird. Aber dass allein vier pointierte Songs ausreichen, um die Kraft eines Abends wieder zu beleben, zeigt eben auch die ganze dämonische Energie eines Nick Cave.

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