Bleach

Bleach

Nirvana

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Obwohl ihr Label Sub Pop damals kein Bares hatte, um eine Veröffentlichung garantieren zu können, gingen Nirvana Ende 1988 für ihr Debüt ins Studio. Im Sommer 1989 erschien dann "Bleach" - der Rest ist Rock-Geschichte.

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Angeblich dauerte ihr Studioaufenthalt damals drei Tage und kostete runde 600 Dollar, die ein Freund der Band vorstreckte. Kurz danach dann gingen Nirvana mit diesen Songs auf Tour, was allabendlich aber meist nicht mehr als eine Handvoll Leute interessierte. "Bleach" erschien dann im Juni 1989 beim Seattler Label Sub Pop. Und auch wenn der kommerzielle Erfolg und die große Aufmerksamkeit erst im Zuge des Debütnachfolgealbums "Nevermind" eintraten, war "Bleach" doch essentiell für all das, was folgte.

Denn auf diesem Debüt erklingt das, was den Grunge ins Rollen brachte. Punk wurde brachial, aber feinsinnig mit hart rockenden Momenten verknüpft, Garagenkrach traf auf subtiles, aber großes Popinteresse. "Bleach" brachte einen Spirit in die klinisch knarzende Gitarrenwelt, der mehr Herz als Verstand vertonte. Und fast en passant lösten Cobain & Co den bad hair-Metal ab und schoben eine neue Bewegung im Mainstream der Neunziger in Gang. Der Rest ist bekannte Geschichte.

"Bleach" erscheint nun zum 20-Jährigen in einer Remaster-Deluxe-CD/LP-Version. Zum Album wurden nun noch bis dato unveröffentlichte Liveaufnahmen beigelegt, die im Februar 1990 in Portland bei einem Konzert mitgeschnitten und nun soundtechnisch aufpoliert wurden - und zwar von Jack Endino, der vor 20 Jahren an drei Tagen ebendieses Debüt aufnahm.

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