Nirvana – In Utereo

Nirvana - In Utero

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Das dritte Album der einstigen Grunge-Götter Nirvana erscheint im September 1993. Ein brachiales Statement – für den Schmerz und u.a. gegen den Grunge und dessen Kommerzialisierung. Es ist zugleich das letzte Album der Band.

Eigentlich sollte "In Utero" den Titel "I Hate Myself And I Want To Die" tragen. Der während der Albumproduktion entstandene gleichnamige Song schafft es aber schließlich nicht auf den Longplayer, sondern erscheint zwei Monate später auf der "The Beavis and Butt-Head Experience"-Compilation.

Cobain begründet das Aussortieren des Stücks – das wie eine Ankündigung seines Selbstmordes scheint – damit, dass sonst zu viele "Noise Songs" auf "In Utero" vertreten seien. Zu viel wofür überhaupt? 

Etwa ein halbes Jahr später nimmt sich Cobain mit einer Schrotflinte das Leben.

Tatsächlich ist "In Utero" auch ohne diesen einen Song weit weniger gefällig als der Vorgänger "Nevermind" und nähert sich mit Nummern wie "Scentless Apprentice" und "Very Ape" eher wieder dem Debüt "Bleach" an.

Cobain brüllt sich die Kehle wund, und auch in Sachen Sound macht die Band kaum Kompromisse. Sie stellt den Zuhörer mit schrägen Riffs immer wieder auf die Probe und treibt es nicht selten bis an dessen Schmerzgrenze. 

Mit "Heart-Shaped Box", "Dump", "All Apologies" und "Rape Me" sind allerdings auch ein paar Stücke dabei, die in "Teen Spirit"-Manier die "Nevermind"-Fans abholen. 

"In Utero" ist das konsequenteste Nirvana-Album, mit dem die Band dem Grunge im Allgemeinen – der sich zu diesem Zeitpunkt auf seinem kommerziellen Höhepunkt befindet – und den Erwartungen der Szene ordentlich den Mittelfinger zeigen. 

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