Nomads

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No Wyld

Redaktionswertung: 
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No Wyld reihen auf ihrer "Abstract"-EP einen Ohrwurm an den nächsten. Ihr Debütalbum "Nomads" knüpft genau da an. Und liefert zahlreiche weitere Gründe die Neuseeländer auf dem Radar zu haben.

Dass es manchmal ein klein wenig dauert, bis sich bei der breiten Masse ein Hit als Hit offenbart, ist weitaus bekannt. Und wenn es um das neuseeländer Trio No Wyld geht, steht der große Durchbruch wohl kurz bevor. Immer wieder nutzten in der näheren Vergangenheit große Unternehmen Songs wie "Odyssey" oder "Let Me Know" zur Eigenwerbung. So unterlegte ein Track unter anderem eine große Werbekampagne von McDonalds zu den Olympischen Winterspielen in Sotschi. Zuletzt sorgte MINI mit einem No Wyld-Song für Furore.

Spätestens danach klebte zumindest die Musikpresse qietscheng an den Versen der Neuseeländer. Zurecht, denn das Album das No Wyld heute in die Welt entlässt, strotzt nur so vor potentiellen Überhits. Dem verhaltenen Opener "Paranoid" folgt dann die "Let Me Know" und eröffnet das muntere Hitfeuerwerk mit treibenden Drums, verspielter Electronica und - wie es sich für einen ordentlich Pophit gehört - einem Refrain der sich in die Hirnwindungen frist. "Don't let me go", nein so schnell wird sich der Song nicht wieder verabschieden.

Man spürt schnell, dass jeder der drei Protagonisten sein handwerk bis ins Detail beherrscht. Melodisch wissen No Wyld, wie Hits geschrieben werden. Immer umhüllt mit einer gewissen soundästhetischen Mystik und Verspieltheit, klackern und rattern die Beats partiell fast schon Trap-mäßig durch Songs wie "Gone". "Tomorrow" dagegen ist eine tanzbare Rapnummer mit einprägsamen-poppigem Refrain. Die Kombo stilistisch einzuornden fällt schwer. Einigen wir uns doch auf Electronica-R&B-Hip-Hop-Pop-Gemisch. Damit sollten alle und keiner zufrieden sein. Oder man lässt es einfach.

Mo Kheir, Brandon Black und Joe Pascoe lernten sich an der University Of Auckland kennen. Während die Herzen von Mo und Joe für Architektur schlugen, studierte Brandon Musik und Film, hatte dadurch unentwegt Zugang zu einem professionellen Studio. Die Geburtstunde von No Wyld.

Was im kleinen und stillen Kämmerlein begann, ist heute an dem Punkt angelangt, dass sie unter dem Dach eines großen Majors frei schalten und walten können. Dabei bringt jeder Einzelne die bestmögliche individuelle Essenz mit ein, die den Sound der Neuseeländer so vielseitig wie spannend machen: Ein Alternative-Hip-Hop-Electronica-Gemisch, das vor allem aufgrund seiner poppigen Songstrukturen unfassbar eingängig, aber nie trivial klingt.

Das Debüt "Nomads" von No Wyld erscheint am 25.11. über Columbia/Sony Music.

Und weitere Künstler, die dieses Jahr durch die Decke gingen, findet ihr hier.

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