Heiss & Laut

Heiss & Laut

Nosliw

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Modern Roots war gestern, Nosliw feilt mit seinem neuen Album "Heiss & Laut" an einer Dancehall-Karriere. Was die Singjays auf der Mutterinsel des Reggae können, muss auch in Deutschland möglich sein.

Kopf aus, Hüfte ein! Die Message von Nosliws drittem Album ist klar! Party pur, Politik nur, wenn sie sich auf Zivilcourage beschränkt. Der Rest muss lässig bouncen! Eric Wilson ist schließlich durch aberwitzig viele Soundsystem-Shows Dancehall gestählt, um ganz genau zu wissen, dass die Crowd beim Tanzen mit Message nicht so viel am Hut hat, tönt die doch überlebensgroß aus den Boxen: turmhohe Beats, zu denen Nosliw die Punchlines kickt.

Ein bisschen brav ist es manchmal schon, was Nosliw und seine Produzenten Teka, Crada und Bassrunner, zusammengestellt haben, dafür muss man sich aber keine Sorgen machen, homophoben Parolen zu lauschen, mit denen die Capletons und Sizzlas dieser Welt gerne Punkte sammeln (wollen). Positive Energie statt Slackness, Prahlereien statt Gunshots. Nosliw weiß genau, dass er aus Bonn und nicht aus Kingston kommt. So kann´s weitergehen!

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