Nothing More - The Stories We Tell Ourselves (Artwork)

Nothing More - The Stories We Tell Ourselves

Artist: 
Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
mittelmäßig
gut
sehr schön
herausragend

Fünf Alben mussten Nothing More veröffentlichen bis 2014 endlich plötzlich der große Durchbruch kam. Jetzt erscheint das neue Album der Alternative Metal-Band aus Texas.

Video: Nothing More - Go To War

Mit ihrem selbstbetitelten sechsten Album schaffte es die Band aus San Antonio bis auf Platz 33 der US-Billboard-Charts und platzierten mit "This Is the Time (Ballast)" sogar eine Single in den Top 3 der Billboard-Rock-Charts.

Nun veröffentlichen sie mit "The Stories We Tell Ourselves" ein Album, welches zwangsläufig die Frage aufwirft, ob Jonny Hawkins, Mark Vollelunga, Daniel Oliver und Ben Anderson an den überraschenden Erfolg des Vorgängers anschließen können. Darauf haben sie sich ein schwieriges Thema vorgenommen und musikalisch verarbeitet.

“Dieses Album zu machen hat mir dabei geholfen in der Realität zu bleiben, als ich mit einigen Herausforderungen in meinem Privatleben zu kämpfen hatte. Ich glaube es wird bei anderen die selbe Wirkung haben. Musik hat Nothing More immer dabei geholfen einen positiven Weg beim Umgang mit schwierigen Emotionen zu finden - und dieses Album ist keine Ausnahme." (Jonny Hawkins, Nothing More)

Hawkins bezeichnet das Album als "introspektive Reise" und schnell wird deutlich, was genau er damit meint: Nur in wenigen Fällen werden psychische Probleme so offen und schonungslos thematisiert, wie auf diesem Album.

Video: Nothing More - Who We Are

Klanglich bleiben Nothing More ihrem bisherigen kompromisslosen Sound zwar treu, statten diesen aber mit einer auffälligen Pop-Komponente aus. "Who We Are", "Do You Really Want It" und "Ripping Me Apart" erinnern stark an den gemäßigteren Pop-Punk bzw. Alternative-Sound von Bands wie Fall Out Boy oder All Time Low, bekommen aber mit "Don't Stop", "The Great Divorce" und "Go To War" auch direkt ihre Gegenspieler präsentiert.

Hier zeigt die Band was sie tatsächlich ausmacht: Wechsel zwischen Aggression und energetischer Ruhe - zumeist auf die Spitze geführt durch Hawkins energische Vocals.

Von allen bisherigen Veröffentlichungen der Band verfügt "The Stories We Tell Ourselves" über den größten Pop-Einfluss und dürfte somit für ein breites Publikum zugänglich sein. Anderswo würde der Begriff "Pop-Metal" vielleicht auf Abneigung stoßen, doch wie viele andere Bands brechen auch Nothing More immer wieder ganz bewusst aus der zu eng gewordenen Schublade aus.

Psychische Krankheiten wie Depressionen oder bipolare Störungen werden nach wie vor weitestgehend wie ein Tabuthema behandelt. Erst Fälle wie die von Soundgarden-Sänger Chris Cornell oder Chester Bennington zeigten uns in erschreckender Weise auf, wie verbreitet diese Probleme in unserer Gesellschaft sind und auch Menschen betreffen, die eigentlich alles haben. "The Stories We Tell Ourselves" gehört alleine schon deshalb zu den wichtigsten Rock-Veröffentlichungen des Jahres. 

Tracklist:

1. (Ambition; Destruction)
2. Do You Really Want It
3. (Convict; Divide)
4. Let ’em Burn
5. Ripping Me Apart
6. Don’t Stop
7. Funny Little Creatures
8. (React; Respond)
9. The Great Divorce
10. Still In Love
11. (Alone; Together)
12. Go to War
13. Just Say When
14. (Accept; Disconnect)
15. Who We Are
16. Tunnels
17. (End; Begin)
18. FadeInFadeOut

Im Winter 2017 könnt ihr Nothing More zudem vier Mal live im deutschsprachigen Raum erleben:

26.11.2017 - Berlin - Musik & Frieden
30.11.2017 - Wien - Chelsea
13.12.2017 - Köln - Luxor
14.12.2017 - Hamburg - Headcrash

Tickets bestellen

"The Stories We Tell Ourselves" erscheint am 15. September 2017 via Better Noise Records. 

Teile diesen Beitrag und like TONSPION, um keine wichtigen Musik News, Video-Premieren, exklusiven Streams oder kostenlose MP3 Downloads zu verpassen:

Ähnliche Künstler

Ähnliche News