Nothing But Thieves - "Broken Machine" (Artwork)

Broken Machine

Nothing But Thieves

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
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sehr gut

Zwei Jahre nach ihrem Debüt veröffentlichen Nothing But Thieves ihr zweites Album “Broken Machine”. Dabei scheinen sie so gar nicht zerbrochen. Vielmehr gut geölt. Ob das nun unbedingt gut ist?

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Groß sind sie geworden, die fünf Jungs um Conor Mason. Und ihre Musik mit ihnen. 2015 kamen sie mit eingängigen Alternative-Rock-Ohrwürmern aus dem Nichts, dann ging es mit Muse auf Tour. Die erste Platte machte sie in der Szene zu Stars.

Video: Nothing But Thieves - Amsterdam

2017 genügt der einfache Ruhm aber nicht mehr, so scheint es. Stattdessen sehnen sich Nothing But Thieves auf ihrer zweiten Platte nach dem ganz Großen. Die neuen Songs klingen nach Stadion und Radio. Nach Ohrwurm, aber leider auch oft nach Kalkulation. 

In Stücken wie “I’m Not Made By Design” (wie ironisch) gelingt der Spagat zwischen glattem Epos-Rock und Indie-Spirit gerade noch so gut, dass man es Mason und Kumpels abnimmt, was sie da tun; dass man ihnen das Rocker-Image glaubt.

Stücke wie “Broken Machine” scheitern daran dafür umso heftiger. Entziehen sich jedem Kontakt mit Worten wie “Charakter” oder “Einzigartigkeit” und wirken wie eine überhastete und leicht staksige Annäherung der jungen Rockband an den Mainstream.

Video: Nothing But Thieves - Broken Machine (Stripped Down)

Ein wenig als hätten Nothing But Thieves mit “Broken Machine” unbedingt zwei Schritte auf einmal machen müssen. Statt auf ihren eigenen, durchaus einzigartigen Sound zu beharren, klingen sie nun zu oft nach einem polierten Mash-Up von Bands wie Coldplay, Kings Of Leon, The Killers und Imagine Dragons.

Die sind auch alle noch erfolgreich. Hatten aber musikalisch durchaus schon bessere Zeiten. 

"Broken Machine" erscheint am 08.09.2017 auf Sony Music.

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