The Devil, You + Me

The Devil, You + Me

The Notwist

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Was mit Slayer-artigen Riffs in den frühen 1990ern begann, ist heute verschrobener Pop mit fein rockender Electronica und dem Jazz-Gedanken im Hinterstübchen. The Notwist klingen auf jedem Album völlig anders, so auch auf dem 2008 erschienenen „The Devil, You + Me“.

Nach „Neon Golden“ flossen sechs Jahre ins Land. Eine lange Zeit, in der die Herren von The Notwist aber alles andere als untätig waren. Denn schließlich hatte jeder für sich auch andere Felder wie beispielsweise Lali Puna, Tied & Tickled Trio, Console, MS John Soda und 13 & God zu beackern. Nach diesen Aktivitäten ging die Band für knapp zwei Jahre ins hauseigene Studio, bastelte dort herum und ließ so gut wie gar nichts von sich und den neuen Ideen hören.

Die Ideen, an denen die Band schraubte und feilte, wurden in ihrer endgültigen Form und Fassung im letzten Jahr unter Hochspannung auf der Außenseite veröffentlicht: „The Devil, You + Me“. Elf Songs in 43 Minuten, in denen die Band sich abermals von einer unerwarteten Seite zeigt. Weniger Brüche und Gegensätze, dafür mehr Bauch und Intuition im eigenen Spiel. Der Pop spielt mit, der Jazz blitzt auf, es rockt hin und wieder unbedarft, die Elektronik flippt nicht um ihrer selbst willen aus und all diese Elemente kreisen unentwegt nur um eines: den Song. The Notwist bleiben also konsequent anders, sind dabei aber stets ihrer Natürlichkeit treu geblieben. Und so klingt große Kunst, die berührt und lange währt.

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