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O’Death

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Etwas verdutzt darf man schon aus der Wäsche schauen, wenn O`Death hier losbraten. Das klingt nämlich wie Clap Your Hands Say Yeah auf Rednex – und ist ein eigenartig schönes, rauschendes Fest.

Wie klänge es, wenn The Pogues, Clap Your Hands Say Yeah, Rednex, Tom Waits, A Hawk And a Hacksaw und die Sex Pistols gemeinsame Sachen machten? Oh ja, das Ganze klänge wie O’Death! Ein Quintett von musikalischen umtriebigen Holzhackern soll das sein? Oh nein, ein Quintett aus folkig unorthodoxen Punks, die von New York aus ein Freudenhaus der Musik aufziehen. Banjo, Ukulele und Fiddle tanzen voller Energie und in ihren Up-Tempo- Kleidern um das Lagerfeuer, trinken, rauchen und schwitzen so viel, dass sie alle musikalischen Barrieren abfackeln. Hier wird der Indierock zum Schafott getragen und in Flammen aufgehen. Aber klingt so ein neues Signing im Hause City Slang? Oh ja, denn die Slang Gang mag es bekanntlich ungewöhnlich und schnuppert nur allzu gern abseitig vom Hauptstrom herum. Und in diesen Gegenden scheppert und kracht es nun mal hin und wieder so, wie man auf diesem Album hören kann. Schuld daran ist das Blechgetrommel, das Waschbrettgewitter, das ungenierte Gefiedel und hemmungslose Gejaule, was in dieser freigeistigen Mixtur so viel Leben in der Bude verursacht, dass man alle Langhaarigen und Bärtigen dieser Welt schon ums Lagerfeuer herumzappeln sieht. Verrücktes Zeug, aber absolut eigen, feurig und freudig. Oh ja, so klingt O’Death und ihr rauschend-ungewöhnliches Debüt. (bb)

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