Olson Oh Wow Cover

Olson - Oh Wow

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Keine Features, alle Instrumentals aus eigener Feder - für "Oh Wow" hat sich Olson vor allem auf sich selbst verlassen. Sein neues Album bedeutet einen kleinen Stilbruch in seiner Karriere.

Olson ist zurück! Vier lange Jahre ist es her, dass der einstige Rudeboy mit "Ballonherz" einen neuen Karriereschritt einläutete; weg von roughem Sprechgesang hin zu dreamy Pop-Rap mit Hang zur Dramatik. Der neue Sound eckte an und war nicht wenigen Fans zu viel Pathos auf einmal, gleichsam öffnete er Olson aber auch den Weg ins Pop-Biz und ermöglichte Radiosingles wie "Lieblingssongs" mit Lary. Auf "Oh Wow" gibt sich der Rapper wieder unerwartet ruhig.

Video: Olson - "High"

Der Millenial-Kitsch ist in so mancher Zeile noch immer zu spüren, das Soundbild hat sich jedoch gewandelt. Für "Oh Wow" saß Olson selbst an den Reglern und konnte seine musikalische Vision ganz in Ruhe verwirklichen. Reduziert, fast minimalistisch möchte man die Beats nennen, die seine unaufgeregten Parts betten - den dramatischen Pomp haben inzwischen wolkig-fluffige Klänge abgelöst. Thematisch kreist Olson dafür noch immer um Mädels und lange Partynächte, allerdings ohne cheesy Collegefaktor und den inflationären Gebrauch von Anglizismen.

Ein bisschen Guilty Pleasure haftet "Oh Wow" trotzdem an. Man fühlt sich fast ertappt, sinkt man zu tief in die süßlichen Geschichten aus Olsons Nachtleben ein. Dadurch, dass alles wie aus einem Guss wirkt, lädt das Album aber genau dazu ein. Und in manchen Momenten ist sowas auch einfach das Richtige.

Video: Olson - "Nakla"

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