Ocean Eyes

Ocean Eyes

Owl City

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Man hört ganz genau heraus, mit welcher Musik der 23-jährige Adam Young aufgewachsen ist: Postal Service, viel 80er Jahre Synthiepop und 90er Trance. Das alles verrührt er auf seinem zweiten Album zu einem Erfolgsrezept.

Die Single "Fireflies" war in vielen Ländern auf Platz 1 der Charts und damit gilt Youngs Soloprojekt Owl City als erster Alternative/Electronic-Act, der es in solche Höhen geschafft hat.

Auf Albumlänge ist man zunächst erstaunt, wie unglaublich perfekt produziert und sonnig das alles daherkommt. Young scheint sämtliche Molltonarten aus seinem Repertoire verbannt zu haben. Und schließlich fühlt es sich irgendwann so an, als hätte man ein Kilo Zuckerwatte auf einmal verputzt, so glatt, süß und eklig-klebrig bleibt die Musik von Owl City auf Albumlänge. Texte über Zahnarztbesuche, Leuchtkäfer oder Gänseblümchen verstärken den Eindruck, dass das hier Musik von und für reiche weiße Kids ist, die alles haben, außer etwas zu sagen. Offenbar sind es live vor allem die ganz jungen Mädchen, die Adam Young hoffnungslos verfallen. Das würde den überraschenden Erfolg von Owl City zumindest ansatzweise erklären.

Fazit: Wem Musik als hübsche, dekorative Hintergrundtapete oder vertontes Poesiealbum reicht, könnte hier richtig sein. Alle, die ein bisschen mehr Biss erwarten, wenden sich mit langem Gähnen ab.

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