Down To Earth

Down To Earth

Ozzy Osborne

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der gute alte Ozzy ist jetzt also down to earth, zurück an dem Ort, den er spätestens verließ, als er seine letzten zwei Jahre bei Black Sabbath in gedächtnislosem Dauerrausch verbrachte.

Dass diese Zeit angeblich nur noch einen weißen Fleck in der Landkarte seiner Erinnerungen darstellt ist nicht weiter schlimm in Anbetracht der darauffolgenden Jahre - die bieten immer noch genug Stoff um eine tausendseitige Anekdotensammlung mit Inhalt zu füllen. Wenn es irgendwo ein Tabu zu brechen gab, war Ozzy garantiert zur Stelle und Schuld war er sowieso. Im Zuge seiner „Ozzy Horror Show“ war ihm, dem Vegetarier, kein Hühnerhals zu blutig und keine Fledermaus zu bissig. In endlosen Skandalen und Exzessen fiel er ganz klassisch seiner eigenen übersteigerten Inszenierung zum Opfer. Das ist nun vorbei und Ozzy spielt seine Rolle als bester Clown im Hardrock-Zirkus mit einem anderen Bewusstsein weiter und kann sich dadurch einiges mehr erlauben. Zum Beispiel diese Ballade, die an Pathos kaum noch zu übertreffen ist und selbst die härtesten Balken des guten Geschmacks biegen müsste. Tut sie auch. Aber vollkommen unsinnig der Versuch, diesen Song an üblichen Maßstäben zu bewerten. Dieser alternde, schwarzgeschminkte Legende darf „I´m just a dreamer“ singen daß es trieft, so oft sie will. Das ist ganz großes Theater, und es ist klar, das das vor allem Ozzy-Fans vorbehalten ist. Mir allerdings bluten die Ohren.(ko)

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