Brother, Sister, Bores!

Brother, Sister, Bores!

Pale

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Seit Jahren sind sie dabei, haben sich hierzulande live überall mehrmals sehen lassen und hätten sich den hart erarbeiteten Durchbruch redlich verdient. Mit dem Grand Hotel im Rücken sind die Voraussetzungen dafür nun zumindest schon mal geschaffen.

Die Jungs aus Aachen, Köln und Münster sind mit dem Grunge aufgewachsen und dem Emo groß geworden. In den Anfangszeiten Mitte der 90er veröffentlichten sie über ihr damals eigens gegründetes Label Soda Records ihre Musik, fanden dann ein Zuhause bei Defiance Records in Köln und waren dabei stets Schritt für Schritt auf dem Weg Richtung Pop. Nach „How To Survive Chance“, ihrer letzten Platte, wurde es aber für eine bedenklich lange Zeit still um das Quintett. Auch als es irgendwann hieß, man befinde sich im Studio, um ein neues Album in Angriff zu nehmen, vergingen viele Monate, bis die freudige Botschaft verkündet wurde: Pale werden ihr neues Album beim Grand Hotel, des Indies erster Labeladresse, veröffentlichen. Und nun liegt er seit geraumer Zeit vor, der große Popentwurf namens „Brother, Sister, Bores!“. Pale sind weiter von den Wurzeln weggegangen, um hin zum Beatigen, dem reinen Pop und Tanz zu gelangen. Und es ist ihnen gelungen. Es ist Pop, der Coldplay und Noise Conspiracy vereint, hin und wieder aber durch doch recht deutsches Englisch und einer gewissen Bravheit entlarvt wird. Der hier zu hörende Song „You Wanna Be So Good“ ist der stärkste dieses selbst so betitelten Beat-Manifestes. Ein Ohrwurm, der schnell reingeht. Wie lange er bleibt, ist die zweite Frage. (bb)

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