Panda Bear Meets The Grim Reaper

Panda Bear Meets The Grim Reaper

Panda Bear

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Verspulte Klanglandschaften und Hippiegesangschöre, die von den Beach Boys nicht besser sein könnten. Auf seinem neuen Album zieht Panda Bear sein Ding jenseits seiner Band Animal Collective weiter durch.

Noah Lennox wandelt schon seit geraumer Zeit mit seinem Projekt Panda Bear auf Solopfaden. Sein fünftes Album mit dem verheißungsvollen Titel "Panda Bear Meets The Grim Reaper" ist nun erschienen.

Mit einer weltweiten Radiokampagne zeigt Lennox schon vorab Songs aus dem kommenden Album "Panda Bear Meets The Grim Reaper". Hier könnt ihr die Premiere von "Sequential Circuits" hören, zusammen mit einem Interview, in welchem Lennox über die Entstehung des Albums spricht. Bisher wurden schon neun Songs aus dem kommenden Album weltweit bei verschiedenen Radiosendern ausgestrahlt.

"Panda Bear" knüpft da an, wo Lennox 2011 mit "Tomboy" aufgehört hat. Gitarren und Sythesizer schweben durch den Klangkosmos, während Lennox mit seinem verwaschenen Gesang das Gefüge zusammenhält. Abendteuerliche Klangexperimente entfalten ihre Vielschichtigkeit.

Auf "Mr. Noah" türmt er Soundschicht um Soundschichtzu einem großen Turm, im Hintergrund ein Hundjaulen. Und damit ist nicht der Gesang Lennox gemeint, der mit viel Hall und unübersichtlichen Doppelungen, teils wie ein weiteres Instrument eingesetzt.

Im Unterschied zu alten Songs nimmt der Beat eine deutlich prominentere Rolle ein. Doch auch seine Liebe zu nerdigen Electronic-Fricklern á la Aphex Twin kann Lennox, in Songs wie "Come To Your Sense" nicht verstecken. Dass Panda Bear auf seinem fünften Studioalbum trotzdem immer wieder für Überraschung gut ist, wird einem bei den sanften Harfeklängen von "Topic of Cancer" bewusst. Hier werden Bassläufe von Leichtigkeit abgelöst. 

Wie gewohnt zeigt sich der Panda auch hier musiklaisch verspielt und lässt sich nicht festlegen. Der verspulte Trip von "Panda Meets The Grim Reaper" hält lange an. So lange, dass es schwierig ist, davon los zu kommen.

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