CD1

CD1

Pascal Fuhlbrügge

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Es hat lang gedauert, bis Pascal Fuhlbrügge mit einem ganzen Album wieder auf der Bildfläche erscheint. Der Lado-Mitgründer hat seine Rock-Wurzeln mit seinen aktuellen House-Vorlieben verbinden können, ohne dass es sich beißt.

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Als Mitglied der Kolossalen Jugend und Gründer des Hamburger Labels L`Age D`Or war Fuhlbrügge maßgeblich beteiligt an der Entdeckung der Rockband Die Sterne. Nun veröffentlicht er sein erstes Solo-Album unter eigenem Namen auf dem Label Materierecords von Sterne-Schlagzeuger Christoph Leich. Ein neuerlicher Cross-Over-Versuch ist dabei jedoch nicht zu befürchten. Fein säuberlich sind die lärmenden Rock-Auswüchse mit seiner Band Novack und die geradlinig laufenden Elektro-Stomper seines Projekts Sand 11 in musikalischer Hinsicht voneinander getrennt. Allerdings sind beide Pole auf seinem schlicht mit „CD1“ betitelten neuen Album vertreten. Es ist ein kleines All-Star-Album geworden. Als Gäste singen wie beim bereits auf einer 7“ veröffentlichten „Don´t Hey Come On“ u.a. Jonas Poppe von Kissogram mit oder sind weiterhin Jimi Siebels von Egoexpress, DJ Patex von der Knarf Rellöm-Band an den Aufnahmen beteiligt gewesen. Der Clou: zum größten Teil wurden sämtliche Stücke live eingespielt, d.h. auch die elektronischen Stücke wurden nicht in langwierigen Sessions aneinandergereiht, sondern der Sound wurde vom Moment der Aufnahme geprägt. Diese Ungezwungenheit und der Hang zu unkonventionellen Dingen spürt man. Bei „Inner State Blues“ wurde beispielsweise die Dramaturgie eines DJ-Mixes komplett mit Rock-Instrumentarium interpretiert. (jw)

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