Twelve

Twelve

Patti Smith

Redaktionswertung: 
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"Dream of Life" heißt ein Dokumentarfilm über Patti Smith, der auf der letzten Berlinale Premiere feierte. Elf Jahre lang hat der Filmemacher Steven Sebring die Punk-Ikone Patti Smith begleitet und mit seinem Film sogar Scorseses Stones-Film in den Schatten gestellt.

Während die Rolling Stones inzwischen nur noch wie das Abziehlbild einer Rockband wirken, hat sich Patti Smith stets Integrität bewahrt. Ganz egal, ob sie als Fotografin, bildende Künstlerin, Poetin oder Musikerin gearbeitet hat, Patti Smith hat es sich und ihren Fans nie einfach gemacht.

Nicht nur deshalb dürfte der Name Patti Smith wesentlich öfter fallen, wenn man Bands nach ihren Einflüssen fragt, als der der Rolling Stones. Erst kürzlich outete sich Michael Stipe von R.E.M. als glühender Verehrer Smiths, deren Bilder und Fotografien noch bis Ende Juni in der Fondation Cartier in Paris zu sehen sind.

Auf dem Album "Twelve", bereits 2007 erschienen, überführt Patti Smith Songs von den Rolling Stones bis Tears for Fears in ihren Sound. Ihre Interpretation von "Gimme Shelter", einem der bekanntesten Rolling Stones-Stücke ever, geht jedenfalls der komplette Mick Jagger-Gymnastikhosen-Appeal ab. Statt der überkandidelten "larger than life show" der Stones bringt Patti Smith den Song auf den Punkt.

Florian Schneider / Tonspion.de

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