Lost In Your Head

Lost In Your Head

Patty Moon

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Wem Björk zu durchgescheppert, Tori Amos zu geleckt und Kate Bush zu alt ist, der könnte an Patty Moon Gefallen finden. Denn hier knistert’s noch.

Download & Stream: 

Hinter Patty Moon verbirgt sich Judith Heusch aus Freiburg. Sie ist Sängerin, Pianistin und Komponistin und hat nach ihrem 2004er Debüt „Clouds Inside“ nun ihr zweites Album fertigbekommen. Lange hat sie dafür mit Produzent und Arrangeur Tobias Schwab an diesem Nachfolger gesessen. Vier Jahre waren es an der Zahl, die man aber in jedem Song zu hören meint, scheint hier doch etwas sehr Vielschichtiges herangewachsen zu sein. Während der Grundton auf dem Erstling noch mehr durch TripHop und Elektronika geprägt war, erklingt auf „Lost In Your Head“ alles hölzerner, akustischer, lebendiger. Patty Moon ist von Portishead abgerückt und erinnert nun weitaus mehr an alte Emiliana Torrini-Sachen, manchmal auch an PJ Harvey, Feist, Björk oder Kate Bush – klingt wild, ist es aber bei weitem nicht.

Denn das Album klingt wie eine Landschaft voller Ruhe, in deren weitreichender Tiefe sich viel versteckt und verbirgt. Es pluckern Soundschnippsel unter der Decke dieser vielschichtigen Angelegenheit, Flächen verschwinden und aus ihrem Schweif entstehen neue. Eine knisternd spannende Platte und Musik, die wie geschaffen für den Herbst ist – und für die kalte Jahreszeit danach dann auch.

Björn Bauermeister / Tonspion.de

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