Vaudeville

Vaudeville

Pawnshop Orchestra

Redaktionswertung: 
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schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Daniel Decker, sonst lieber allein, hat seine Türen geöffnet und das Konzept Pawnshop Orchestra um Personal erweitert. Auf „Vaudeville“ gibt es nun Popkauzigkeiten im Bandformat, sympathisch holpernd, verschroben, mit Melancholiebonus.

Immer etwas vernuschelt, immer ein wenig am klaren Statement vorbei hält Decker Momente fest. Er beklagt Verluste, sucht nach Zufriedenheit, begreift Blumen. So lethargisch sprunghaft wie Gesang und Text konstruieren seine Begleiter auch das musikalische Drumherum. Gäste von Perlon, Kante und Kiesgroup konstruieren luftige Arrangements, die unermüdlich durch Schubladen aktueller deutschsprachiger Musik wühlen, Kleider anprobieren und sich freuen, wenn diese ein bisschen schief sitzen. Hat sich Daniel Decker seine Lieder auf dem Debüt schon in die Hände anderer Musiker gmeacht, so geht er mit der Single „Auf unbestimmte Zeit“ noch einen kleinen, logischen Schritt weiter. Mixversionen von Wolke, Kiesgroup und anderen gibt es zu hören, die das Original aber nur sympathisch variieren, statt ihm nennenswert neues hinzuzufügen. Das tut dafür das für eine Weile recht spaßige Bonusstück "Der traurige Fußballer" in dem Decker und Freundesband Sebastian Deisler mit ein wenig Populärmusik beehren. Nett, das. (sc)

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