Vita Chiara

Vita Chiara

Peer Seemann

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Bei italienischsprachiger Popmusik an Eros Ramazzotti zu denken, ist sicherlich nicht verwunderlich. Alle Klischee-Fallen ignorieren und luftig leichten, wenn auch melancholischen Chanson-Pop zu machen, ist denn auch mutig. Peer Seemann traut sich´s.

Der Schweizer läuft dank einer eher zurück haltenden und wenig pathetischen Art keine Gefahr zum netten Latte Machiatto-Plauder-Musiker zu werden. Mit Bossa-Gitarre, Bass, Perkussion und dezenter Elektronik greift er stilsicher auf Chanson-Traditionen und zugleich neueren Bossa-Lounge-Sounds zurück. Seine Stimme und die italienischen Texte stehen dem recht gleich berechtigt gegenüber. Dadurch erhält man eine angenehme Distanz zu Seemanns weichen, hell-sonoren Gesang. Alles ist harmonisch, spielt mit südländischen Bildern von entspannten Menschen. „Elettrocanzoni“ nennt der Züricher seine Art von Musik, die sich wohlwollend vom derzeit sehr angesagten schweizerischen Mund-Art-Rock abhebt. Sein Album „Vita Chiara“ ist im Sommer erschienen und einige Songs daraus lassen sich vorhören. (jw)

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