Far From Home

Persepolis - Far From Home

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Downbeat und Weltmusik – die de:bug spricht von einem Minenfeld auf das sich Namito, Berliner Techno-Star der ersten Stunde, mit seinem neuen Projekt Persepolis begibt. Doch die Klischees von weichgespülten Sounds umschifft er gekonnt.

Es ist in der Tat erstaunlich, dass es immer wieder Ethno-Downbeat-Hybriden gibt, die zu überraschen wissen. Da wird nicht mit abgedroschenen Attitüden und Klängen gearbeitet, sondern engagiert der Versuch gestartet, das eigene Erbe mit neuen Einflüssen zu kombinieren. Namito ist gebürtiger Iraner und Persepolis war die Hauptstadt des antiken Persiens – folglich ist „Far From Home“ als Ode an die Heimat und deren große Historie zu sehen. Wahrscheinlich hätte niemand anderes als Namito solch ein Album mit zwei Freunden produzieren können. Denn trotz der vielseitigen Biografie mit der Love Parade, dem Tresor und Sternradio als Fixpunkten und Paul Van Dyk und Carl Cox als Begleiter, gilt Namito noch immer als bodenständig. Natürlich ist dies auch ein herrliches Klischee, doch es passt zu „Far From Away“. Denn das Album des Persepolis-Projekts kommt unprätentiös, kreativ und erfrischend daher. Es überrascht mit zeitgemäßen Beats und Sounds. Zwischendrin dann die obligatorischen Flächen, die hin und wieder zu dick sein mögen. Doch insgesamt ist alles ausbalanciert und bekommt für die nächste Home-Listening-Session eine Empfehlung ausgesprochen. Die zwei ersten Tracks des Albums gibt es bei Namito als Free-MP3s. (jw)

Persepolis

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