Phantogram - Ceremony (Albumcover)

Ceremony

Phantogram

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Phantogram versöhnen Mainstream und Indie miteinander: Ihr Elektro-Pop-Rock-Gebräu ist auch ist nach über zehn Jahren noch ziemlich anregend.

Mit federnden leichten Klängen beginnen Phantogram die Feierlichkeiten zu "Ceremony", ihrem vierten Album: Darauf haben Sarah Barthel und Josh Carter einen eigenwilligen Genremix gepackt, der psychedelische Gitarren-Sounds und harte Beats wie selbstverständlich miteinander verbindet.

Die Atmosphäre ist nun wieder energiereicher und euphorischer als auf dem Vorgänger "Three" (2016), der von Wut und Trauer nach dem Selbstmord von Barthels Schwester geprägt war. Tracks wie "Into Happiness" bezeugen diese neue Hoffnung und zeigen, dass man sowohl melancholisch als auch glücklich zur selben Zeit sein kann.

Video: Phantogram - Into Happiness

Musikmachen wird für Phantogram auf "Ceremony" zur Heilung und zum Programm wie Barthel erklärt:

"Phantogram ist unsere ganz eigene Zeremonie: unser Prozess, unser Ritual. Shows zu spielen ist unsere Zeremonie für alle. Und für uns".

Mit hymnenhaftigen Tracks wie "Pedestal" ist ihnen auch die Übertragung des zeremoniellen Gedankens auf das Publikum gelungen.

Video: Phantogram - Pedestal

Phantograms Spezialität präzise Popflächen unter den variablen Gesang von Barthel zu legen, der mal drängend, dann wieder ätherisch und auch im Sopran erklingen kann, fließt auf "Ceremony" dahin wie eine gut geölte Maschine bis sich der letzte titelgebende Track zu einem wahrhaften Noise-Monster in Sachen Synthüberfluss erhebt.

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