Nothing Is Written

Nothing Is Written

Phantom/Ghost

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Tocotronic und Stella dürften nicht mehr die Hauptreferenzen für Dirk von Lowtzow und Thies Mynther sein. Denn nach dem zweiten gemeinsamen Phantom/Ghost-Album „To Damascus“ kann man durchaus von einer zweiten Hauptband sprechen.

Die neuen Songs des Hamburger Duos klingen nämlich weitaus durchdachter als auf ihrem selbstbestitelten Debütalbum und weniger nach dem Umsetzen einer fixen Idee. Der Sound ist in sich geschlossener, ausgereifter und in positiver Hinsicht geschliffener. Noch immer stehen Phantom/Ghost zum einen für balladeske, fast überladene Electronika-Songs, zum anderen für straighte, zuweilen minimale Housestücke. Dazu stets der prägende, sonore Gesang des Tocotronic-Sängers mit fantastisch-versponnenen englischsprachigen Texten. Natürlich ist es Pop, das steht außer Frage, nur ist es ein anderes Popverständnis als bei Stella oder Tocotronic. Phantom/Ghost sind sehr selbstbewusst und offensiv Pop, verzichten dabei aber völlig auf plumpe Schlagworte. Diese Vieldeutigkeit macht sie denn auch so unwiderstehlich. „Nothing Is Written“ ist die erste Single des Albums und neben einem Coloma-Remix, überrascht darauf ein 12minütiger "Acidentally Overdosed Remix" der beiden Kompakt-Helden Superpitcher und Tobias Thomas. Und mit genau dem legen wir euch Phantom/Ghost einmal mehr ans Herz. (jw)

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