Good Idea

Good Idea

Phonique

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Der Berliner Producer Michael Vater aka Phonique zählt zu einer der hiesigen Tech-House-Größen. Auf seinem neuen Album wagt er sich weit in Richtung Pop in verschiedenen Spielarten – mit einem durchwachseen Ergebnis.

Vielseitigkeit bewegt sich ja zumeist auf einem schmalen Grad zwischen Trumpf und Beliebigkeit. Phonique vereint auf seinem zweiten Album eine Vielzahl verschiedener Stile und Gastmusiker. Zusammen mit Alex Krüger als Co-Producer feilte er an „Good Idea“ und lud sich unter anderem Richard Davis, Erlend Øye, Ian Whitelaw, Rodney Hunter (Aphrodelics) und Marc Hype für die Vocals und auch Musiker wie Steve Bug, Gui Boratto, Vincenzo und Zoo Brazil ins Studio ein. Ein Engagement, das durchaus beeindruckt. Doch in der Umsetzung sind viele der Album-Tracks sehr glatt ausgefallen. Klar, eingängig sind sie alle, besonders die Tracks mit Erlend Øye und Richard Davis sind süß-melancholisch tänzelnde Hits. Doch insgesamt fehlt der Biss, die gewünschte stilistische Breite kann da leider auch keine Bonus-Punkte rausholen. Ein wenig Hip Hop hier, etwas Disco dort, dazwischen sanfte Deep House-Hymnen und teilweise überzeugende Tech-House-Tracks. Keine Frage, das Potential hinter Phonique ist überdurchschnittlich, doch für ein Album fällt „Good Idea“ zu überambitioniert aus. (jw)

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