Autumn Of The Seraphs

Pinback - Autumn Of The Seraphs

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Die Beatles und auch die Rolling Stones mögen sie nicht sonderlich gern. Allein diese Ansage macht Pinback zu einer interessanten Band, die im Ansatz beständig anders, eigen und gut ist.

Es sind die beiden Multiinstrumentalisten mit den langen Namen Armistead Burwell Smith IV, kurz Zach, und Robertdale Rulon Crow, Jr., kurz Rob, die sich seit fast zehn Jahren die Zeit mit einer schlauen Vielschichtigkeit des Indierocks und -pops vertreiben. 1998 war es, als sie ihre damaligen (Haupt-)Bands 3 Mile Pilot (Zach), Thingy und Heavy Vegetable (Rob) auf Eis legten. Auf unbestimmte Zeit, wie man sieht und hört. Denn während sich bei diesen genannten Bands erschreckend wenig bis rein gar nichts bewegt, legen Pinback nun ihr bereits viertes Langspielalbum vor.

Im kreativen Kern hat sich nichts verändert, so dass man vom ersten Ton auch sofort weiß, mit wem man es die nächste Dreiviertelstunde zu tun hat. „Autumn of the Seraphs“, so der kryptische Titel des neuen Albums der Kalifornier, startet mitreißend mit dem hier verlinkten „From Nothing To Nowhere“. Es folgen weitere Begeisterungsstürme, die durch ein kleines Tief über zwei Songlängen kurz gebändigt werden, aber schnell wieder in stürmische Euphorie umschlagen. Begeisternd ist das nicht zuletzt, weil mehr rhythmischer Abwechslungsreichtum geboten wird als früher. Mit unter ist das ein Verdienst des Schlagzeugers Chris Prescott, dessen Spiel sich mit den Melodieinstrumenten fast harmoniesüchtig zu einem großen Ganzen verwebt. Ein insgesamt sehr lebendiges, vielseitiges und zu keiner Zeit an olle Kammellen erinnerndes Album. Beständig Pinback eben. (bb)

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