Nautical Antiques

Nautical Antiques

Pinback

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Pinback sind nicht komisch, sonder eher frostig. Die Jungs aus San Diego sagen seit jeher dem musikalischen Hedonismus den Kampf an. Ein paar B-Seiten und rares Zeug voll von düsterem Melodievolumen verkürzen das Warten auf ein neues Album.

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Sieht man von den grandiosen EPs, diesen unverhofften Überraschungspräsenten zwischendurch, ab, gab es drei Knalleralben von Pinback: 1998 das selbstbetitelte, drei Jahre später „Blue Screen Life“ und vor zwei Jahren das dritte Album „Summer In Abaddon“. Spartenprogpop war das immer, irgendwie. Durchdacht und musikalisch auf hohem Niveau, aber doch stets den Hang und Mut zu den größten Popmelodien und der einfachsten Schlichtheit beweisend. Es gibt bei dieser Band immer viel zu entdecken, ohne ausgeleierte Ohren dabei zu bekommen, denn trotz Komplexität und Unkonventionalität fließt die Musik vor sich hin und weit hinaus. Ein Phänomen, aber beileibe kein Sonnenscheinpop. Ähnlich den ersten beiden Alben der großen Three Mile Pilot, deren Bassist auch Pinbacks Zentrale Amistead "Zach" Burwell Smith IV war, bestimmt eine gewisse Herbstlichkeit und Kühle die Pinback’sche Atmosphäre. Eispop, so irgendwie kann man sie und auch eben diese Kollektion mit dem pompösen Namen: “Nautical Antiques: A Selection Of B-sides, Outtakes And Rarities: 1998-2001” beschreiben. Hier gibt es den Opener „Messenger“ dieser Zusammenstellung von charmanten Demos und raren Eisigkeiten zu hören. (bb)

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