Pixies - Beneath The Eyrie (Albumcover)

Pixies - Beneath The Eyrie

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Indie-Legende begibt sich in Legenden-Welten über Hexen, Flüche & Co.: Die Pixies bleiben kluge Kobolde und zugleich konsensfähig.

Bereits die erste Single "On Graveyard Hill" kam als dreckiges kleines Stück daher, das zwischen Post-Punk und Gothic trocken, torkelnd und tanzbar als Folktale zu den zukünftigen Pixies-Klassikern gehören wird.

Video: Pixies - On Graveyard Hill

Viele Songs auf dem nunmehr siebten Pixies-Album sind allerdings viel zahmer geraten, wie das schunkelnde "This Is My Fate" oder "Catfish Kate" mit allzu bravem Chorus, der eben auf Nummer sicher geht: Diese Tracks sind ein bisschen zu sehr nach typischer Pixies-Machart gebaut.

Solide, aber nicht sensationell. Konsensfähig, aber nicht krawallig. 

Video: Pixies - Catfish Kate

Schön zu hören ist jedoch, dass der kompositorische Einfluss der neuen Bassistin und Kim-Deal-Nachfolgerin Paz Lenchantin stärker wird und vor allem, das von ihr gesungene "Los Surfers Muertos" ist ein Highlight auf "Beneath The Eyrie" mit viel Reverb- und Shoegaze-Kraft unterfüttert.

Black Francis klingt hingegen die meiste Zeit wie der knurrende Bruder von Nick Cave und macht die Songs so zu düsteren kleinen Storys, die sich allesamt perfekt in den Pixies-Kosmos einnisten.

Video: Pixies – St. Nazaire

Surf-Rock, Western-Style oder Indie-Rock: Die üblichen Zutaten zu guten Pixies-Songs sind hier alle vorhanden, dennoch vermisst man ein wenig den Ausbruch daraus und wünschte sich die besungene Hexerei würde in den ein oder anderen Track fahren.

Pixies Live 2019

05.10. Berlin, Columbiahalle (ausverkauft) 
07.10. Köln, Palladium
15.10. München, Tonhalle (ausverkauft) 

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