Worship

A Place To Bury Strangers - Worship

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Verzerrte Gitarren und bis zum Anschlag aufgedrehte Verstärker sind ihre Leidenschaft. A Place To Bury Strangers, Anwärter für die lauteste Live-Band ever, bringen ein neues Album raus.

Download & Stream: 

Wenn man A Place To Bury Strangers hört, stellt man sich einen abgefuckten Keller-Club in den 80ern vor, in denen noisiger Shoegaze noch knackfrisch war. Der Band aus Brooklyn würde man glatt abkaufen, dass sie sich einfach in eine Zeitmaschine gesetzt haben und von damals ins Heute gesprungen sind. So rund und dynamisch klingen sie.

Krachige Walls-Of-Sound sind ihre Spezialität. Sie können die Finger einfach nicht von den Effektgeräten und Verzerrern lassen und geben dem Hörer so gut wie nie die Gelegenheit sich auf einer harmonischen Melodie auszuruhen. Immer Strom. Immer schön dicke und roh. Das war besonders bei ihren ersten Alben das Hauptmotiv. Nun kommt das Dritte und verschafft einem wieder wohlige Lärmschauer in den Ohren. Diesmal haben A Place To Bury Strangers allerdings ein bisschen an ihrem Songwriting gewerkelt und auch ein paar Stücke gezaubert, an denen auch Hörer ohne Noise-Affinität Vergnügen haben können. "You Are The One" zeigt das ganz gut und erinnert sogar an Joy Division. Was bleibt sind die düstere Grundstimmung und eine sich immer wieder aufbäumende Klaustrophobie. Schön kaputt und immer mit dem Mittelfinger gegen Friede-Freude-Eierkuchen-Rock. Einer muss es ja machen.

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