Exzess Express

Exzess Express

Plemo

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Während alle Welt bei der Pop-City Hamburg in erster Linie an Indie-Rock der gleichnamigen Schule denkt, hat sich an der Elbe eine umtriebige Electro-Szene etabliert. Plemo ist einer ihrer spannendsten Vertreter.

"Bitte Raven Sie Hart" hieß ein Song auf Plemos erstem Longplayer "Kennzeichen P" und genau das ist auch mit Plemos zweitem Album fabelhaft möglich. Henning Schmidt alias Plemo, der u.a auch als Produzent für Saalschutz aufgefallen war, serviert auf "Exzess Express" einen zunächst kruden, doch nach mehrmaligem Hören immer fesselnderen Mix aus Elektro, Techno, Punk und Rave. Durfte man die Tracks auf "Kennzeichen P" noch ungestraft als Trash bezeichnen, so haben wir es bei Plemos Zweitling mit einer erstklassigen Produktion zu tun. Plemo hat sich illustre Gäste ins Studio geladen, die Liste reicht von Tomtes Thees Uhlmann (für die Plemo mal als Mischer aktiv war) oder Knarf Rellöm bis hin zu Jessica Drosten (Das Bierbeben). Textlich geht es, dem Erstling nicht unähnlich, um die Faszination der Clubnächte, kurzum: Es geht ums Tanzen bis zum Umfallen. "Exzess Express" ist ein einziger, nervöser Trip - der Download "Flashlight" ein gelungender Teaser. (cw)

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