Steingarten

Pole - Steingarten

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Anfangs setzte auch die Gestaltung der Pole-Platten auf Minimalismus – monogrome Cover für kleinteilige Electronica-Dub-Tracks. Anno 2007 herrscht der totale Prunk: Schloss Neuschwanstein und kompakte Tracks von abstrakter Schönheit.

Solch ein offensives Ausspielen der Extreme hätte man auch von dem bekannten Grenzgänger Stefan Betke aka Pole nicht unbedingt erwartet. Aber das romantische Winterpanorama drückt die neue Eleganz nach den Frickel-Anfängen sowie den Avantgarde-Hip Hop-Ausflügen vom 2003er Album visuell doch recht gut aus. Das Mäandernde des Dub-Sounds ist in groben Zügen geblieben, allerdings gruppieren sich auf dem neuen Album „Steingarten“ die Melodie-Fragmente und angenehmen Dissonanzen kompakter um die Grooves. Teilweise schaut Pole behutsam und ohne Anbiederung auf den Dancefloor, allerdings fern jeder Rave-Funktionalität. So klar und heimelig wie die winterliche Natur auf dem Cover, wirkt, klingt auch der gesamte Sound – Trotz aller Eigenwilligkeit, behalten die Tracks eine minimalistische, beinahe saubere Ästhetik. Die große Faszination erzeugt Pole schließlich durch eine Intimität, der man sich gern öffnet und man auf solch eindrückliche Weise nicht oft zu hören bekommt. Mit „Steingarten“ macht Pole Electronica wieder spannend. (jw)

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