The Fragile Army

The Fragile Army

The Polyphonic Spree

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Jede musizierende Hippie-Gemeinde schaut gegen sie blass aus: The Polyphonic Spree sind eine Pop-Bigband, die trotz ihrer großen Mitgliederzahl das Wesentliche niemals aus dem Blick verliert. Eine perfekt hergerichtete Indiepop-Symphonie.

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Ihre hellen Roben haben die Herren und Damen aus Texas für ihr drittes Album zunächst einmal an den Nagel gehängt. Statt Hippie-Umhang, wie zu Zeiten des Vorgängerwerkes „Together We`re Heavy“ von 2004, hat man sich bei „The Fragile Army“ eher in die dunklen Klamotten gesteckt. Musikalisch bleibt aber alles bombastisch und schön! Die Zahl der partizipierenden Musiker liegt wieder irgendwo in der Mitte zwischen 20 und 30 und klingt dementsprechend imposant: Berge von choralen Stimmen, singenden Flöten, Bläser-Fanfaren, Streicher-Arrangements, schräg-schöne Indie-Gitarren und allerlei Kleinkram kreieren auf diesem dritten Longplayer ein symphonisches Indiepop-Erlebnis. Bei dem hier zu hörenden Track sind die Zutaten für den perfekten Popsong deutlich herauszuschmecken: Eingängiges, Pompöses und Strahlendes. Der erste Refrain kommt nach einer Minute, wird des Öfteren wiederholt und nach drei Minuten und 33 Sekunden wird knackig geschlossen. Die Kunst letztendlich ist natürlich, all dies nicht gewollt klingen zu lassen – und diese haben The Polyphonic Spree raus. Sie erzeugen Spannung auf kürzester Strecke, alles geht sofort ins Ohr, klingt handgemacht, ist perfekt hergerichtet und fein abgeschmeckt! 3:33 und alles sitzt! Auch ohne Robe. (bb)

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