Poni Hoax

Poni Hoax

Poni Hoax

Redaktionswertung: 
schlimm
schwach
ordentlich
gut
sehr gut

Nach den Hush Puppies kommt mit Poni Hoax die zweite Überraschung innerhalb eines halben Jahres aus Frankreich. Joakim und sein Label Tigersushi sorgen diesmal für ein erhöhtes Bewegungsaufkommen auf dem Dancefloor.

Die Fünf von Poni Hoax reiten relativ ungeniert quer durch die Genres. Italo-Disco, Rock, Glam, sogar für Nick Caveschen Pathos findet sich in ihrer Musik ein Plätzchen. Über die Band selbst sind lediglich die üblichen, Geheimnis umwitterten Übertreibungen des Presseinfos zu berichten: sie seien „jeunes gens modernes“, Sänger Nicolas Ker und Songschreiber Laurent Bardainne werden einem als die nächsten Carl Barat und Pete Doherty verkauft. Wenig Substanz, also lässt man besser die Musik sprechen. Im Star Trek-Universum gibt es die Figur des Formwandlers, der jede beliebige Form annehmen kann und in flüssiger Form in einem Eimer nächtigt. Die Musik von Poni Hoax ist ähnlich vielgestaltig und fluide. Kaum ein Song der am Ende noch das gleiche Genre bediente, mit dem er begonnen hat. Ihrem guten Songwriting und einem unbedingten Willen, es auch auf den Dancefloor zu schaffen, haben es Poni Hoax zu verdanken, dass ihnen Songs wie „L.A. Murder Motel“ nicht um die Ohren fliegen. „Budapest“, die erste Single, die Tiga zu der Aussage bewegte „Budapest is so good, I even bought it“, ist da noch vergleichsweise stringent und lässt die Zeit bis zum Erscheinen des Albums im Januar noch länger erscheinen. (fs)

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