Poppy Ackroyd

Poppy Ackroyd - Resolve

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Klassisch ausgebildet und experimentell entfaltet: Poppy Ackroyd holt aus Piano, Violine und Spinett atmosphärische Schichtungen und Schleifen heraus, die den Hörer schwindlig-glücklich zurücklassen.

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Poppy, englisch für Mohnblume, symbolisiert im persischen die Liebe und ihr schwarzes Zentrum steht für das Leid in der Liebe. Die Britin Poppy Ackroyd lehnt ihre spannungsreichen Neo-Klassik-Songs an die Symbolik ihrer schönen Namensgeberin an, denn da beginnt ein Song wie „The Calm Before“ surrend leise bis sich schließlich ein blumenartiges Pianogebilde daraus erhebt als hätte die Sonne es förmlich geweckt.

Die Stücke „Light“, „Resolve“, „Time“ und „Trains“ fanden sich bereits auf ihrer Compilation „Sketches“, sind jedoch für „Resolve“ einer Metamorphose unterzogen worden – oder um in der Pflanzensymbolik zu bleiben, liefen eine Photosynthese durch: Diese wird ja bekanntlich mittels Lichtenergie durchgeführt und Licht ins Dunkle zu bringen, ist auch Ackroyds erklärtes Ziel mit ihrem dritten Studio-Album nach „Escapement“ und „Feathers“.

Video: Poppy Ackroid - Trains

Erst kürzlich auf Björks Label „Little Indian Records“, hat Poppy Ackroyd für „Resolve“ als Gastmusiker die Cellistin Jo Quail, den Klarinettisten Mike Lesirge und Manu Delago (Björk, The Cinematic Orchestra) am Hang involviert: Letzteres ist eine Art runde Klangschale bzw. Steeldrum aus Stahlblech und das innovative Instrument sorgt für die besonderen Percussion-Elemente, die dem Album seinen unwiderstehlichen Rhythmus und Reiz verleihen und für eine extreme Sogwirkung sorgen.

Der Titeltrack „Resolve“ schwappt regelrecht mit schwindelerregend schönen Piano-Arpeggios über den Hörer hinweg und überwindet so tatsächlich die Schatten durch Schattierungen in der musikalischen Herangehensweise.

Ackroyd verschmilzt sublim strahlende Pianoläufe, eingearbeitete Field Recordings und geloopte Flöten: Das Ergebnis erinnert an die repetetive Minimal-Music eines Philip Glass oder den betörenden Soundtrack von Michael Nyman für den Film „Das Piano“. Wie auch immer nun Ackroyds Musik etikettiert wird, Contemporary Classic oder Post-Classic, ihre Musik erschafft eine völlig eigene Welt und wie faszinierend sie diese erbaut, kann man live bald auch in Deutschland bestaunen.

Tourdaten Poppy Ackroyd:

23.02. Bonn, Bundeskunsthalle

24.02. Hannover, Feinkost Lampe

25.02. Bielefeld, Nummer zu Platz

26.02. Dresden, Tonne

27.02. Berlin, Roter Salon

28.02. Hamburg, Nachtasyl

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